0-Promille-Grenze bei Carsharing Anbietern

In Deutschland dürfen sich Autofahrer laut Gesetz mit einem Blutalkoholwert von 0,5 Promille oder niedriger noch hinters Steuer des eigenen Autos setzen. Wer jedoch einen Carsharing – Anbieter nutzt muss sich an deren Allgemeine Geschäftsbedingungen halten und sollte, bevor er diese unterschreibt, sie sich einmal genau durchlesen. So schreiben zum Beispiel die zwei Anbieter Drive-Now und Car2Go bereits eine Null-Promille-Grenze für die Benutzung ihres Fuhrparkes vor. Bei einem von den zwei droht bei einem Verstoß gegen deren AGB sogar eine lebenslange Strafe bei Zuwiderhandlung.

Mit hohen Folgekosten müssen Autofahrer in Deutschland rechnen, wenn diese alkoholisiert einen Unfall bauen. „Dies kann dazu führen, dass der Autofahrer seinen Versicherungsschutz verliert“, erklärt Michael Fischer, Sprecher bei Drive-Now. Außerdem erklärt er weiter „muss der Kunde dann für den entstandenen Gesamtschaden aufkommen und nicht nur die vereinbarte Selbstbeteiligung zahlen“. Wie hoch die tatsächlichen Kosten dann am Ende ausfallen, wird darüber hinaus aber für jeden einzelnen Fall von der Versicherung festgelegt. Dies gilt für Fahrer des eigenen Autos genauso wie für Carsharing-Nutzer. Bei Car2Go droht dem Kunden bei einem Verstoß gegen die AGB der Mitgliedsausschluss und zieht bei Drive-Now-Kunden neben dem Ausschluss zusätzlich sogar ein „lebenslanges“ Nutzungsverbot nach sich, sollte der Anbieter von der Trunkenheitsfahrt Wind bekommen.

Der große Carsharing-Anbieter Flinkster der Deutschen Bahn regelt das Thema Alkohol am Steuer nach dem Gesetz und schreibt keine gesonderte Promillegrenze vor, hier gilt also die 0,5-Promille-Grenze. Sollte sich jedoch herausstellen, dass nach einem Unfall der Fahrer wegen Alkoholeinfluss nicht fahrtauglich war, muss dieser auch hier, damit rechnen, auf den durch den Unfall entstandenen Kosten sitzen zu bleiben. Einen grundsätzlichen Mitgliedsausschluss hat Flinkster deswegen aber nicht, sondern behält sich dies für Einzelfälle vor.