Versicherungsschutz beim Carsharing

Carsharing: Versicherung – ja oder nein?

Immer mehr Menschen in Deutschland weichen von der Bahn aus zu Bus oder gar Auto. Um dem meist teureren Spaß entgegen zu wirken, nutzen viele immer öfter das sogenannte Carsharing – das Teilen eines Automobils. Dies wird einerseits kommerziell angeboten, zum Beispiel bei Anbietern wie Car2go oder DriveNow. Andererseits gibt es in dem Bereich auch Privatpersonen, die ihr Auto verleihen. Beispiele hierfür sind Plattformen wie tamyca oder Autonetzer. Doch was geschieht bei Schäden am geliehenen Auto? Sind Sie im Falle eines Schadens – als Mieter oder Vermieter – versichert?

Privates Carsharing: Das sollten Sie wissen

Sollten Sie sich für einen kommerziellen Anbieter entscheiden, brauchen Sie sich um Ihren Versicherungsschutz keine Gedanken machen. Denn dieser wird dort grundsätzlich im Preis verankert sein. Sollten Sie sich allerdings für ein privates Carsharing entscheiden, etwa weil Ihr Nachbar es gerade angeboten hat, lohnt es sich, sich genauer darüber zu informieren. Sehr wahrscheinlich besitzt Ihr Nachbar zwar eine Kfz-Versicherung für das Auto (und alle anderen registrierten Fahrzeughalter), diese kommt jedoch nicht für einen Schaden auf, der von Fremden verursacht wurde. Aus diesem Grund ist seine Kfz-Versicherung in diesem Bereich nutzlos und es bedarf einer zusätzlichen Versicherung, die beide Parteien beim privaten Carsharing im Falle eines Unfalls finanziell schützt. Darüber haben sich auch die Betreiber der oben genannten Plattformen Gedanken gemacht und bieten aus diesem Grund einen guten Versicherungsschutz an.

Sinnvolle Zusatzversicherung bietet dem Nutzer Schutz

Das Beispiel der Plattform tamyca zeigt, inwiefern Sie beim Schaden geschützt sind. Neben der eigenen Kfz-Versicherung bietet tamyca eine Zusatzversicherung an. Diese greift im Schadensfall, während Ihre eigene unberührt bleibt, und ist bis zur Rückgabe des Autos gültig. Diese Versicherung wird von R+V Versicherung angeboten und beinhaltet neben einer Voll-, Teilkasko- und Haftpflichtversicherung auch einen Schutzbrief, welcher innerhalb Deutschlands und bis zu 100 km in die Anliegerstaaten gilt. Der Preis ist anteilig an die Nutzungsdauer ausgerichtet und muss nur vom Mieter gezahlt werden. Bieten Sie also ein Auto an, kommen auf Sie keine zusätzlichen Kosten zu.

Durch gebotenem Versicherungsschutz auf der sicheren Seite

Ein Unfall ohne diesen Versicherungsschutz ist in den meisten Fällen sehr teuer. Um finanzielle Folgen zu vermeiden, ist eine solche Zusatzversicherung sinnvoll. Und dass sie von den Betreibern direkt mit angeboten werden, erleichtert die Abwicklung ungemein, auch wenn es bei einem selbst verursachten Schaden zu einer Selbstbeteiligung kommt. Bei tamyca liegt der Preis zwischen 500 und 1.000 Euro, je nach Alter des Autos.